Tag 4: Lichtenfels - Gera

 Tag 4

Morgens früh um 6 in der Morgendämmerung startete ich ohne Frühstück in den Tag.

Zunächst ein Stückchen dem Main entlang in Richtung Schwürbitz und durch Marktzeuln der aufgehenden Sonne entgegen.


 
Schwürbitz
Die nächsten paar Kilometer begleitete mich immer wieder die Rodach - ein Zufluss zum Main vorbei an den Dörfern Unterlangenstadt, Oberlangenstadt und Küps. Der Weg führte mich auf Landstraßen aber auch gute Teile auch durch die Natur abseits der Dörfer.

Zusehends verunsicherte mein Navigator, da er immer mehr anstatt weniger Kilometer Reststrecke anzeigte. In Au (im Video steht fälschlicherweise Küps) orientierte ich mich neu und bemerkte, dass mich mein Navi, mangels Empfang und einem fehlenden Offline Karten Teil, nicht mehr auf den optimalen Weg führte. Nachdem ich wieder für Empfang gesorgt hatte, ging es mit einem deutlich besseren Gefühl weiter ins schöne Städtchen Kronach, wo ich dann auch mein Frühstück nachholte.

 

Kronach

Frühstück

Der nächste Teil der Strecke verlief im Großen und Ganzen entlang der Eisenbahnstrecke Frankenwaldbahn und des Bachs Haßlach durch Haßlach, Stockheim, NeukenrothPressig, wo es jetzt stetig aufwärts ging. Schön dass dazwischen immer wieder mal Pfade auf Kieswegen durch den Wald oder auch auf geteerten Radwegen und nicht nur Landstraßen dabei waren. Jetzt konnte man schon bemerken, dass man sich im bayrischen Grenzland befand, da die Besiedlung deutlich abnahm. Dafür wurden aber die Radwege immer besser 😀 


 

Bei Frötschendorf musste ich noch ein kurzes Stück auf die viel befahrene B8 bevor es dann auf einem super ausgebauten Radweg so richtig aufwärts ging - und das ca. 10km lang - zum Glück auch mal mit ein zwei Abwärtspassagen.

 

jetzt geht's aufwärts

Es folgte nun die letzte Ortschaft in Bayern, Steinbach am Wald wo es dann noch einige letzte Höhenmeter zu bewältigen gab.

So erreichte ich schließlich nach ca. 55km den höchsten Punkt meiner Tagesetappe, die insgesamt die meisten Höhenmeter beinhalten sollte kurz vor der Grenze zu Thüringen.

Nun kam eine schöne Abwärtspassage vorbei am Saatsbruch Lehesten wo in der Vergangenheit Schiefer abgebaut wurde.

Dies wurde auch sofort in der nächsten Ortschaft Lehesten ersichtlich, wo sehr viele Schieferfassaden die Häuser zieren.

Nun kam der aufregendste Teil der ganzen Tour - eine rasante ca. 15km lange Abwärtspassage auf einer kaum befahrenen Hauptstraße durch den Wald hinunter nach Grünau das aus einer Hand voll Häusern zu bestehen scheint.

und jetzt immer abwärts

Zwar nicht mehr ganz so steil, aber immer weiter bergab, führten mich die nächsten 10km durch das Sormitztal durch die Orte Leutenberg und Hockeroda schließlich über die Saale nach Kaulsdorf.

Leutenberg

Hier ging es nun ein letztes mal für heute nennenswert aufwärts nach Großkamsdorf

Kurz nach Könitz legte ich meine Mittagspause ein.

Könitz
Heute ist es doch sehr heiß geworden, sodass ich nun froh war, in einem klimatisierten Restaurant meine Pause zu machen.

Gestärkt und erfrischt folgten nun ca. 3km eine recht unangenehme, viel befahrene Hauptstraße nach Rockendorf wo mich meine Route aber wieder auf einen sehr netten Radweg führte.


Es folgen nun meist auf Hauptstraßen Krölpa und Pößneck wo ich durch die Fußgängerzone geführt wurde.

Von nun an folgten einige km auf fast verwaisten Landstraßen oder Radwegen durch Rehmen, Oppurg, Kolba, Lausnitz bis nach Neustadt an der Orla.

Rehmen

Kolba

Lausnitz

Jetzt wurde die Hauptstraße wieder deutlich unangenehmer (viel Verkehr) was sich nach wenigen km bei Dreitsch wieder änderte. Leider nur kurz, da ich ab Miesitz wieder auf der gleichen Hauptstraße ins hübsche Tripitz musste.

Tripitz

So ging es nun den restlichen Weg weiter - mal auf einem Radweg, mal auf wenig befahrenen Wegen, viel auf der Landstraße immer wieder mal durch kleine Dörfer wie Mittelpölnitz, Großebersdorf, Weißig. Im Großen und Ganzen war der letzte Abschnitt aber recht entspannend.

Gekrönt wurde der Tag auf den letzten Kilometern mit einem Abwärtsabschnitt auf einem separierten Radweg nach Gera.

kurz vor Gera

Gera









Fazit

Das war heute - obwohl doch recht viel Abschnitte auf Landstraßen dabei waren - ein echt toller Tag. Fahrradfahren im Osten Deutschlands ist - so mein bisheriger Eindruck - eine sehr entspannte Sache und es gibt erstaunlich viele, sehr gut ausgebaute Radwege.

Da freue ich mich schon auf die nächsten Tagesetappen 😀.

Zahlen

Fahrzeit
8:15h
Pausenzeit
1:35h
Strecke
145km
Höhenmeter   
991

Video

 

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