Tag 5: Gera - Dessau

Tag 5

Der erste Teil an diesem Morgen verlief mehr oder weniger auf einem Radweg bzw. Radstreifen in Richtung Norden nach Langenberg. Im regen Frühverkehr folgte eine stetig ansteigende Landstraße nach Wacholderbaum.

Nach ca. 10km bog ich nun in eine deutlich ruhigere Straße ein wobei sich der Verkehr laufend verringerte. Dabei durchquerte ich die die nächsten 15km die Dörfer Reichenbach, Kleinaga, Großaga - irgendwann quasi allein auf der Straße.

Kleinaga
Großaga

Mittlerweile war ich - unbemerkt - im Bundesland Sachsen-Anhalt angelangt wo mein Navi mich als erstes durch Lonzig leitete. Eine rasante Abwärtspassage führte mich weiter nach Ossig, das mir wegen der extrem holprigen Pflasterstraße und den vielen hübschen Fachwerkhäuser im Gedächtnis blieb.


Dem Abwärts musste - wie sollte es anders sein - nun ein entsprechend beschwerliches Aufwärts nach Droßdorf  anschließen, wo mich mein Weg kurzzeitig auf die recht belebte B2 führte - zum Glück nur ca. 2 bis 3 km lang. Anschließend ging es noch mal flott abwärts in das Städtchen Zeitz

Als nächstes entschied sich mein Navigator für die L193 die in die S65 überging, vorbei an zahllosen Dörfern wo ich zwischen Minkwitz und Aulgik die Bundesland Grenze nach Sachsen "überradelte".

Minkwitz (Sachsen-Anhalt)

 
Auligk (Sachsen)

Mit Groitzsch folgte nach einigen weiteren Dörfern nun eine Stadt in der mich mein Navi wahrscheinlich wieder an den sehenswertesten Teilen vorbei lotste.

Groitzsch
Die nächsten ca. 15km war ich - mit Unterbrechungen - größtenteils auf einem sehr netten Radweg oder auf schmalen Landstraßen abseits des Verkehrs unterwegs.

Nach Gaschwitz verlief mein Weg entlang der Pleiße 

Radweg an der Pleiße

die mich fast bis nach Leipzig begleitete. Überraschenderweise verlief mein Weg  auf dem letzten Abschnitt vor der Stadt durch einen Wald mit vielverzweigten Pfaden.

Ziemlich genau in der Hälfte der Tagesetappe machte ich nun im Leipziger Stadtzentrum  meine Mittagspause.

Leipzig

Nachdem ich mich aus der Stadt wieder heraus gekämpft hatte, nahm ich einen separierten Radweg entlang der S1, der dann leider bei der nicht mehr vorhandenen Überführung über die A14 endete. Somit musste ich einen 4km Umweg in Kauf nehmen und die Baustelle großzügig umfahren.

auch das gehört dazu

Die nächsten 15km verliefen mal auf einem separierten Radstreifen, mal auf der recht öden Landstraße bis nach Delitzsch.

Delitzsch

Der nun folgende Abschnitt durch den ca. 10km langen Renaturierten Tagebau Goitzsche entschädigte für den vorigen Abschnitt. Vorbei an verschiedenen Seen zwischen Bäumen durch, verlief ein nicht gerade geradliniger Weg durch dieses Gebiet und war eine sehr willkommene Abwechslung.

Tagebau Goitzsche
Irgendwo zwischen den Seen ging es wieder über die Landesgrenze, sodass die nächste Stadt Bitterfeld wieder in Sachsen-Anhalt war.

Die letzten 40km des Tages führten noch durch den Ort Bobbau - ansonsten radelte ich hauptsächlich der B184 entlang - immerhin meistens auf einem separierten Radstreifen.
 
Am Ziel in Dessau angekommen zogen sich die Wolken bedrohlich zusammen, sodass ich mich mit dem Sight-Seeing und meinem Abendessen etwas beeilen musste - wobei das Unwetter vorbei zog und nur ein paar dicke Tropfen hinterließ

Dessau


Im Gasthaus in dem Dieter Hallervorden regelmäßig aß






Fazit

Während die erste Hälfte des Tages eh recht nett zu fahren war, stellte sich die zweite Hälfte der Strecke (ausgenommen der Goitzsche Teil) nicht gerade als das Highlight der Tour heraus. Wobei man nicht jammern darf - auch auf diesem Teil waren meist Radwege und Radstreifen vorhanden.

Zahlen

Fahrzeit
7:35h
Pausenzeit
1:10h
Strecke
140km
Höhenmeter   
478

Video




 

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